tauchen aus dem Dunkel der Vergangenheit auf mit dem Fund einer Aufzeichnung aus dem Kärntner Landesarchiv. Aus dem Ehrungs- und Abfahrtsprotokoll der Herrschaft Ortenburg 1640-1755
Ehrung: Gebühr, die bei jedem Besitzwechsel bezahlt werden musste.
Abfahrtsgeld: grundherrschaftliche Abgabe, die bei Wegzug in eine andere Grundherrschaft fällig wurde.
1637 aus dem Stiftregister Greifenburg Christoph Gilg Untertan der Grafen Ortenburg.
1641 „Nachdem Christoph Gilg am Weißensee wegen seines erwähnten hohen Alters, und der angerathenen Jahr, der Arbeit und des Haimbet (Heimat) vorzustehen Ihner nit mehr getraut, hat er sich sambt seinen beiden Söhnen Andreas und Adam des Guates entschlagen und davon gelassen, darüber Christoph Gilg seinen Aydam (Schwiegersohn) Valtin Jeneß genannt“
Andreas sollte 80 fl, Adam 40 fl und Tochter Ändl 20 fl erhalten.
Ehrung hat Valtin Jeneß 38 fl (Gulden) bezahlt.
1654 starb Valtan Gilg auch Jeneß genannt, er hatte nur einen Sohn Adam und drei unverheiratete Töchter. Adam Jeneß übernahm die Hube um 30 fl Ehrung.
1656 durfte Adam die Hube „mit gnadigen Consens der Grundtobrigkeit sein Herrn Gnadt und Gunst“
an Caspar Walker um 240 fl verkauft. Adam zahlte Abfahrt 24 fl und der Käufer Ehrung 26 fl.
Nach einigen Jahren wurde die Hube von Caspar Walker an Caspar Roth verkauft.
1689 Caspar Roth konnte wegen seines Alters und wegen seiner Zahlungsrückstände die Hube nicht mehr führen. Seine Söhne konnten dem Gut nicht vorstehen und so erhielt der wahrscheinlich zahlungskräftigere Schwiegersohn Andreas Moser, verheiratet mit Tochter Christina, das Lehen. Er sollte an Ehrung 30 fl bezahlen.
Der nächste Eintrag: „Andreas Moser hat sich aus erheblichen Gründen nicht auf mehr einlassen wollen als bei 26 oder 28 fl“
Aus den Tauf- und Trauungsbüchern waren Andreas Moser und Christina schon bekannt, auch ihre Kinder Andreas, Peter und Christina, die 1736 den Weissenbacher Michael Weger vlg Auer heiratete.
2 Generationen Andreas Moser folgten. Bis 1755 war die Schulerhube in ihrem Besitz. Zu der Zeit übernahm Peter Lilg den Besitz, 3 Generationen Lilg folgten.
Ab 1835 der erste Johann Hoffmann und bis heute 7 Generationen Hoffmann und Nr. 8 wächst auch schon heran.
©Fian Heidi
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten
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