Es klapperte die Mühle des Gral und der Gassers

Es klapperte die Mühle des Gral und der Gassers

 

Aus einem Urkundenprotokoll der Grundherrschaft Millstatt ein Vertrag zwischen Martin Grall und Hans und Mathes Gasser andernteils vom 1. Februar 1619.

 

„Erstlichen haben obgedachte zwei Gasser und Martin Grall miteinander ein Mühl gebauet, auf ihr der Gasser Grund mit diesen Beding, das sie solche hinfüran auf ewig zeitlich miteinand solle zugebrauchen haben, als die Zwei Gasser miteinand Acht Tag und Grall allein auch Acht Tag, hergegen aber, wann etwas an solcher Mühl zubessern oder von Neuen zumachen ist, soll der Grall auch den halben Unkosten darlegen, und es halben sollen die zwei Gasser auch miteinand anzahlen.

 

Zum Andern weil die Mühl auf Bau Gasser Grund stehet, hat der Grall für sein Person denen Gassern der Güte und Weite nach, mit einen andern Grund zu vergelten.“

 

Gestempelt ist die Urkunde unter dem Ehrwürdigen und Christlichen Herrn Pater Caspar Pasternakh Superior zu Millstatt.

 

Im Franziszeischen Kataster vom Jahre 1822 ist diese Mühle noch eingezeichnet Besitzer:

 

Lilg Christoph vlg Obergasser Neusach 5

Pichler Johann vlg Untergasser Neusach 6

Jank Johann vlg Gral Neusach 7

 

entlang des Mühlbaches standen 1822 Wohn- u. Wirtschaftsgebäude vlg Schmied, die Schmiede, Sägemühle der Ortschaft, Mühle des Rupitsch, Mühle Neusacher Moser, Draxl, Jakober, Mühle Stampfer, Mühle Gasser und Gral, Wohn- u. Wirtschaftsgebäude Perl, Badstube der Neusacher

 

©Fian Heidi

 

Quelle:  Michael Skihar -  Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten

 

Postkarte in Privatbesitz - Mühlzipf in Neusach

 

Mühlzipf in Neusach
Mühlzipf in Neusach