Eine Beilage zum Franziszeischen Kataster bildet das Schätzungs-Elaborat. Für die Steuergemeinde Techendorf liegt eine Beschreibung aus dem Jahr 1835 vor und gibt einen guten Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der bäuerlichen Gemeinde.
Beschrieben werden die Topographie, Grenzen, Bevölkerung, Viehstand, See und Bäche, Straßen und Wege, Marktplätze, kultivierte- unbenutzte und unbenützbare Grundstücke, Grunderzeugnisse, Kultur des Bodens, Gattungen des Grundeigentums und Anzahl der Bestiftungen, Häuser und Industrialgewerbe.
Wir erfahren z. B. dass 1831 in der Gemeinde 562 „Individuen“ lebten, 260 männliche und 302 weibliche, in 84 Häusern mit 126 Wohnparteien.
„Die gewöhnliche Nahrung der arbeitenden Menschenklasse ist ein aus Mehl- und Milch bereitetes Speise Mueß genannt. Übrigens werden die Speisen größtentheil aus einem Gemische von Weitz und Gerstenmehl, dass Brod aber aus Korn und Gerstenmehl bereitet. Auch bestehen die Speisen aus Hülsenfrüchten, Erdäpfeln und Kraut, äußerst selten, und nur an Festtagen und bey schweren Arbeiten, als besondere Gebesserung in der Kost wird Fleisch genossen.
Bey den größeren Bestiftungen werden 2 Knechte und 2 Mägde gehalten.“
Verfasst wurde das Schätzungselaborat im Umfang von über 100 Seiten vom Villacher k.k. Schätz-Comissär Simon Kurt Ebert.
Bild Michael Skihar, „alte Pfeiferin“ Maria Winkler geb. Garz 1877-1959, in Pfeifers Rauchkuchl
©Fian Heidi
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten
Bild Michael Skihar, „alte Pfeiferin“ Maria Winkler geb. Garz 1877-1959, in Pfeifers Rauchkuchl

