Der Fasching ist ein echtes Brauchtum aus bäuerlichen Wurzeln. Er war auch immer ein wichtiger Frühlingstermin und Zeit magischer Maßnahmen und zahlreicher Bräuche, die auf Reinigung, Auskehr, Fruchtbarkeit und Gesundheit von Mensch, Tier und Acker gerichtet waren. In erster Linie sollten die winterlichen Dämonen durch Lärm und Täuschung ausgetrieben werden.
Außerdem sind diese winterlichen Maskenbräuche durchdrungen mit der übersprudelnden Lebenslust und Kraft des schon den Frühling witternden Volkes.
Häufig wurde auch im Fasching geheiratet. So manches alleingebliebene, heiratslustige „Diandle“ hat, nachdem der Fasching vorüber war, in seinem Kämmerlein folgendes Sprüchlein gesagt:
„Oh, des liabn Fåschingtag, kemps lei båld wieda, fertn bin ih übrig gebliebn, hoija schuan wieda!“
Quelle: Buch "Weißenseetale, Hamatle mein"
Der Weißensee vom Gestern zum Heute

